Online-Härteüberwachung · Made in GermanyKadoSoft Control – digitales Härtekontrollgerät zur vollautomatischen Überwachung der Wasserhärte
Härtedurchbrüche hinter Enthärtungsanlagen bleiben ohne Messgerät unbemerkt, bis Kalk im Kessel, in der Spülmaschine oder in der Produktion Schaden anrichtet. Das KadoSoft Control führt in einstellbaren Intervallen selbstständig photometrische Härteanalysen durch, vergleicht das Ergebnis mit dem programmierten Grenzwert und meldet Überschreitungen über Relais, Analogausgang und Alarm. Die Enthärtungssteuerung kann daraufhin automatisch regenerieren oder auf die zweite Säule umschalten.
Messbereich 0,012 bis 30 °dH für Rest- und Gesamthärte, grafisches Display mit mehrsprachiger Menüführung, Installationsassistent und Messwertspeicherung auf SD-Karte. Lieferbar als Wandgerät oder im Gehäuse.
Laborgenau, vollautomatisch
Photometrische Messung mit laborkalibrierten Indikatoren. Selbstkalibrierung, automatische Spülung der Messkammer und wartungsfreier Farbsensor halten den Aufwand gering.
Schnittstellen für die Anlage
4 Relaisausgänge, potentialfreier Wechsler, Analogausgang 0/4–20 mA und Alarmausgang. Grenzwertmeldung direkt an Enthärtersteuerung, Leitsystem oder Schaltwarte.
Dokumentation inklusive
Jede Analyse wird mit Zeitstempel auf SD-Karte gespeichert. Lückenlose Nachweise für Qualitätssicherung, Audits und Hygieneprotokolle.
Wofür ein Härtekontrollgerät?
Enthärtungsanlagen regenerieren nach Wassermenge oder Zeit. Schwankt die Rohwasserhärte, steigt der Verbrauch unerwartet oder altert das Harz, kann die Kapazität früher erschöpft sein als berechnet. Das Ergebnis ist ein Härtedurchbruch: Hartes Wasser gelangt in Dampfkessel, Kühlkreisläufe, Spülmaschinen oder Produktionsprozesse. Das KadoSoft Control überwacht das Weichwasser kontinuierlich und erkennt den Durchbruch, bevor er Folgen hat. Bei Pendel- und Doppelenthärtungsanlagen kann es die Umschaltung und Regeneration direkt auslösen.
- Enthärtungsanlagen: Resthärteüberwachung, Regenerationsauslösung, Schutz nachgeschalteter Technik
- Dampfkessel und Kühlsysteme: Schutz vor Kalkbildung und Korrosion
- Trink- und Brauchwasser in Wohnanlagen und öffentlicher Versorgung
- Prozesswasser in Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaproduktion
- Labor und Qualitätssicherung: automatisierte Analytik mit Dokumentation
Funktionen
- Automatische Grenzwertüberwachung mit frei programmierbarem Grenzwert, optischem und akustischem Alarm und Steuerung externer Systeme
- Rest- und Gesamthärtemessung für Weich- und Rohwasser
- Zeit- oder mengengesteuerte Messzyklen, geeignet für Pendel-Enthärtungsanlagen
- Grafikdisplay, LED-Statusanzeigen, mehrsprachige Menüführung (u. a. Deutsch, Englisch), Installationsassistent
- Selbstkalibrierung, automatische Spülung, wartungsfreier Farbsensor
- Datenlogging auf SD-Karte
- Spritzwassergeschütztes Gehäuse IP54 für die Wandmontage
Ausführungen
| Ausführung | Beschreibung | Artikelnummer |
|---|
| Wandhalterung | Analysegerät zur direkten Wandmontage in geschlossenen Räumen | KSCDW |
| Gehäuse | Analysegerät im zusätzlichen Schutzgehäuse | KSCDG |
Technische Daten
| Messverfahren | photometrisch (kolorimetrischer Farbumschlag mit Indikator) |
| Messbereich | 0,012 – 30 °dH |
| Ausgänge | 4 Relaisausgänge, Analogausgang 0 – 20 mA / 4 – 20 mA, Alarmausgang |
| Wechselschalter | potentialfrei |
| Belastung Relaisausgang max. | 250 V AC/DC, 1 A |
| Speisewasserdruck | 0,5 – 4 bar |
| Speisewassertemperatur max. | 30 °C |
| Anschlussweite Probenwasser | Schlauch 6 mm |
| Umgebungstemperatur | 5 – 45 °C |
| Schutzart | IP54 |
| Produktionsort | Deutschland |
Anforderungen an das Messwasser
Die photometrische Härtebestimmung setzt klares, farbloses, feststofffreies Probenwasser ohne Gasblasen voraus. Der Ablauf erfolgt drucklos in einen offenen Trichter oder Abfluss. Laut Bedienungsanleitung gelten für die Indikatorchemie folgende Grenzen: pH 4 bis 10, Eisen unter 3 mg/l, Mangan unter 0,2 mg/l, Kupfer unter 0,2 mg/l, Aluminium unter 0,1 mg/l, Säurekapazität KS4,3 unter 5 mmol/l. Oxidationsmittel im Probenwasser beeinträchtigen die Messung. Die Messkammer wird etwa alle 6 Monate gereinigt; nach 24 Monaten Betrieb werden Schlauchpumpenkassette und Dichtungen mit dem Wartungsset getauscht.
Hinweis: Installation, elektrische Verdrahtung und Parametrierung nur durch eine autorisierte Fachkraft. Alle induktiven Lasten an den Relaisausgängen (Ventile, Motoren, Schütze) mit Überspannungsschutz ausrüsten. Indikatoren, Anschlussset für die Wasserversorgung, Anschlussdose und Absperrhahn sind als Zubehör erhältlich.
Häufige Fragen
Wie wird das Gerät an die Enthärtungsanlage angebunden?
Über einen Relaisausgang: Bei Grenzwertüberschreitung gibt das KadoSoft Control ein potentialfreies Signal an die Enthärtersteuerung, die daraufhin regeneriert oder auf die zweite Säule umschaltet.
Wie hoch sind die laufenden Kosten?
Verbrauchsmaterial ist der Indikator; je Analyse werden nur wenige Mikroliter benötigt. Hinzu kommt der Probenwasserverbrauch für die Spülung der Messkammer.
Kann das Gerät die Rohwasserhärte messen?
Ja, der Messbereich bis 30 °dH deckt Rest- und Gesamthärte ab, sodass auch Rohwasser überwacht werden kann.
Was unterscheidet Wandhalterung und Gehäuse?
Beide Ausführungen enthalten dasselbe Analysegerät. Die Gehäuse-Variante liefert zusätzlich ein Schutzgehäuse für raue Umgebungen.