Druckerhöhungsanlage · frequenzgesteuertDruckerhöhungsanlage 2 × Ultra U7SV/300-6T mit IPFC-Frequenzsteuerung
Zwei mehrstufige, normalansaugende Kreiselpumpen Ultra U7SV/300-6T auf gemeinsamer Grundplatte, jede mit eigener Frequenzsteuerung IPFC 306 und Drucksensor: Die Anlage hält den Wasserdruck konstant, schaltet bedarfsabhängig zu und ab und schützt sich selbst vor Trockenlauf, Über- und Unterspannung und Phasenausfall.
Mit bis zu 21,6 m³/h Fördermenge und 71,8 m Förderhöhe versorgt sie Mehrfamilienhäuser, Gewerbebetriebe, Bewässerungs- und Prozesswasseranlagen zuverlässig mit dem nötigen Druck.
Druck konstant, Energie gespart
Die IPFC-Steuerung regelt die Drehzahl nach dem tatsächlichen Bedarf. Die Pumpe läuft nur so schnell wie nötig, das spart Strom und schont Motor und Leitungsnetz.
Zwei Pumpen, hohe Verfügbarkeit
Parallel angeordnete Pumpen mit Kugelhähnen auf Saug- und Druckseite und saugseitigen Rückschlagventilen. Verrohrung aus verzinktem Stahl, Edelstahl gegen Aufpreis.
Schutzfunktionen integriert
Trockenlaufschutz, Softstart und Softstopp, Schutz vor Überspannung, Unterspannung und Phasenausfall, digitale Druckanzeige im Display.
Wann brauchen Sie eine Druckerhöhungsanlage?
Wenn der Versorgungsdruck für obere Stockwerke, weit entfernte Zapfstellen, Beregnungsanlagen oder Prozessmaschinen nicht ausreicht, fällt der Druck bei gleichzeitiger Entnahme spürbar ab. Eine Druckerhöhungsanlage nimmt das Wasser aus dem Netz oder einem Vorlagebehälter auf und hebt es auf den gewünschten Solldruck. Die frequenzgesteuerte Ausführung hält diesen Druck unabhängig von der Entnahme konstant, statt wie eine ungeregelte Pumpe ständig zwischen Ein- und Ausschaltdruck zu pendeln.
Aufbau der Anlage
- 2 × normalansaugende, mehrstufige Kreiselpumpe Ultra U7SV/300-6T
- 2 × elektronische Frequenzsteuerung IPFC 306 mit Drucksensor
- Pumpen parallel auf Grundplatte montiert
- Komplette Verrohrung aus verzinktem Stahl, Verteiler in Edelstahl gegen Aufpreis
- Messing-Kugelhähne auf Saug- und Druckseite, Messing-Rückschlagventile saugseitig
- Anschluss Saugseite 2½″ AG, Druckseite 2″ AG
Was die IPFC-Frequenzsteuerung leistet
Die IPFC variiert die Versorgungsfrequenz des Motors und regelt damit die Drehzahl auf den eingestellten Druck. Sie schaltet die Pumpe druckabhängig ein und aus, führt Sanftanlauf und Sanftstopp durch, zeigt Strom, Spannung und Druck im Display an, registriert Betriebsstunden und meldet Störungen. Zusätzlich kann sie bis zu zwei weitere Pumpen mit konstanter Drehzahl (Direct On Line) steuern und im Verbund mit weiteren IPFC arbeiten. Optionale Induktivfilter reduzieren Überspannungen bei sehr langen Motorkabeln, etwa bei Tauchpumpen.
Leistungsdaten
| Fördermenge Q | 0 | 4,8 | 7,2 | 9,6 | 12,0 | 14,4 | 16,8 | 19,2 | 21,6 m³/h |
|---|
| Förderhöhe H | 71,8 | 70,0 | 66,9 | 65,7 | 61,3 | 55,4 | 48,1 | 38,5 | 26,0 m |
Betrieb mit 2 × 2,2 kW bei 3 × 400 V, Stromaufnahme 2 × 2,44 A. Die Kennlinie gilt für beide Pumpen im Parallelbetrieb.
Technische Daten
| Pumpen | 2 × Ultra U7SV/300-6T, normalansaugend, mehrstufig |
| Mantel, Laufräder, Diffusoren, Welle | Edelstahl AISI 304 |
| Flansch / Pumpenkopf | Grauguss |
| Gleitringdichtung | Kohle-Keramik-NBR |
| Max. Fördermenge | 21,6 m³/h |
| Max. Förderhöhe | 71,8 m |
| Max. zul. Betriebsdruck | 8 bar |
| Medientemperatur | −5 °C bis +90 °C |
| Motor | Drehstrom 3~ 230 V Δ / 400 V Y, 50 Hz, 2 × 2,2 kW, 2.850 U/min |
| Stromaufnahme | 2 × 2,44 A |
| Schutzart | Pumpe IP 55, Motor IP 44 |
| Isolationsklasse | F |
| Steuerung | 2 × IPFC 306 mit Drucksensor |
| Anschlüsse | Saugseite 2½″ AG, Druckseite 2″ AG |
| Versandgewicht | ca. 100 kg |
Einbauhinweis: Bei frequenzgesteuerten Pumpen sollte zur Vermeidung ständiger Ein- und Ausschaltungen ein Membrandruckbehälter eingebaut werden. Maximale Behältergröße: 10 % der maximalen Förderleistung. Passende
Membranbehälter und Druckbehälter finden Sie im Zubehör. Andere Typenkombinationen, etwa mit drei Pumpen, liefern wir auf Anfrage.
Einsatzbereiche
- Druckerhöhung in Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen
- Gewerbe und Industrie mit definiertem Prozesswasserdruck
- Bewässerungs- und Beregnungsanlagen
- Speisung von Wasseraufbereitungsanlagen mit konstantem Vordruck
- Brauchwasser- und Regenwassernutzung aus Vorlagebehältern
Häufige Fragen
Ist die Anlage für Trinkwasser geeignet?
Die Pumpen sind mit Edelstahl-Hydraulik ausgeführt. Für Trinkwasserinstallationen sind die Vorgaben der DIN 1988 (Druckerhöhung) und eine Sicherungsarmatur zu beachten; wir beraten zur Einbausituation.
Warum zwei Pumpen?
Bei Spitzenbedarf laufen beide Pumpen, bei Grundlast nur eine. Fällt eine Pumpe aus, übernimmt die zweite. Das erhöht Verfügbarkeit und Effizienz.
Kann ich die Anlage an 230 V betreiben?
Nein, die Motoren sind Drehstrommotoren für 3 × 400 V (Sternschaltung) bzw. 3 × 230 V (Dreieck).
Ja, ein kleiner Membrandruckbehälter (max. 10 % der Förderleistung) verhindert Taktbetrieb bei geringer Entnahme.