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Enthärtungsanlage kaufen: Funktion, Bauarten und Auswahl

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Ratgeber Enthärtung

Eine Enthärtungsanlage schützt Rohrleitungen, Boiler, Wasch- und Spülmaschine vor Kalk und spart Energie, Reinigungsmittel und Reparaturen. Ob sie sich lohnt, entscheidet die Wasserhärte. Welche Anlage die richtige ist, entscheiden Verbrauch, Anschlussgröße und Einsatzort. Dieser Ratgeber erklärt Funktion, Bauarten und Steuerungen und gibt Ihnen eine Checkliste für den Kauf an die Hand.

Ab wann lohnt es sich?

Unter 8,4 °dH ist eine Anlage selten nötig. Zwischen 8,4 und 14 °dH ist sie empfehlenswert, ab 14 °dH (hart) sinnvoll und für die Haustechnik oft notwendig.

Bauart wählen

Kabinettanlage fürs Einfamilienhaus, Einzelanlage mit separatem Salztank für mehr Kapazität, Doppelanlage für weiches Wasser rund um die Uhr.

Steuerung wählen

Zeitgesteuert, mengengesteuert oder sensorgesteuert: Je genauer die Regeneration zum Verbrauch passt, desto weniger Salz und Wasser braucht die Anlage.

Lohnt sich eine Enthärtungsanlage für mich?

Den Härtegrad Ihres Wassers finden Sie auf der Wasserrechnung oder beim Versorger, genauer misst ihn ein Härtemessbesteck. Unter 8,4 °dH (weich) ist eine Anlage selten nötig. Im mittleren Bereich von 8,4 bis 14 °dH ist sie empfehlenswert, ab 14 °dH (hart) sinnvoll, weil Kalk dann Boiler, Armaturen und Geräte spürbar belastet. Eine Enthärtung ist außerdem überall dort erforderlich, wo Umkehrosmoseanlagen, Dampferzeuger oder Spülmaschinen vor Verkalkung geschützt werden müssen.

  • Keine verkalkten Leitungen, Boiler und Wärmetauscher, dadurch weniger Energie für die Warmwasserbereitung
  • Längere Lebensdauer von Wasch- und Spülmaschinen, Kaffeemaschinen und Armaturen
  • Weniger Reinigungs- und Waschmittel, weil sich Seife in weichem Wasser besser löst
  • Keine Kalkflecken auf Duschwänden, Fliesen und Gläsern
  • Angenehmeres Wasser für Haut und Haare

So funktioniert eine Enthärtungsanlage

Enthärtungsanlagen arbeiten mit Ionenaustausch. Das Rohwasser strömt durch einen Drucktank mit Spezialharz, an dessen Oberfläche Natriumionen sitzen. Die Härtebildner Calcium und Magnesium haben eine höhere Affinität zum Harz, verdrängen das Natrium und bleiben am Harz gebunden. Im Wasser lösen sich stattdessen Natriumsalze, die keinen Kalk bilden. Die Gesamtmenge gelöster Salze bleibt gleich, nur ihre Art ändert sich. Enthärtetes Wasser kann eine Resthärte unter 0,05 °dH erreichen, wird für Trinkwasser aber über ein Verschneideventil wieder auf eine Resthärte eingestellt.

Regeneration mit Salz

Sind alle Plätze am Harz belegt, ist es erschöpft. Dann spült das Steuerventil eine 8- bis 10-prozentige Kochsalzlösung aus dem Solebehälter durch den Tank. Natrium verdrängt Calcium und Magnesium wieder vom Harz, die Härtebildner gehen ins Abwasser, das Harz ist einsatzbereit. Dafür braucht die Anlage Regeneriersalz nach DIN EN 973, niemals Speisesalz.

Steuerungen

  • Zeitgesteuert: Regeneration zu einer festen Uhrzeit, meist nachts. Einfach, aber unabhängig vom tatsächlichen Verbrauch.
  • Mengengesteuert: Ein Wasserzähler erfasst das Weichwasser und startet die Regeneration nach einer festgelegten Menge. Wirtschaftlich und sparsam, Standard bei Clack- und Fleck-Steuerventilen.
  • Sensorgesteuert: Ein Sensor misst den Zustand des Harzes und regeneriert erst bei Erschöpfung, unabhängig von Verbrauch und Wasserqualität.

Bauarten: Kabinett, Einzelanlage, Doppelanlage

BauartAufbauPasst zu
KabinettanlageHarztank und Salzbehälter in einem Gehäuse, kompaktEinfamilienhaus, Zweifamilienhaus, kleine Mehrfamilienhäuser
Einzelanlage mit separatem SolebehälterGetrennter Harztank und Salztank, mehr Harz und größerer SalzvorratMehrfamilienhaus, Gewerbe, 1″-Hausinstallation
Doppelanlage (DUO Twin)Zwei Harztanks im Wechselbetrieb, einer arbeitet, einer regeneriertWeichwasser rund um die Uhr: Mehrfamilienhaus, Gastronomie, Industrie
Stromlose Anlage (Kinetico)Wasserkraftbetriebenes Steuerventil, zwei TanksHaushalte ohne Stromanschluss am Aufstellort, durchgehender Betrieb

Einzelanlagen liefern während der Regeneration kein Weichwasser, deshalb regenerieren sie nachts. Wo Weichwasser auch nachts oder bei hohem gleichzeitigem Verbrauch gebraucht wird, ist die Doppelanlage die richtige Wahl.

Haushalt, Gewerbe oder Industrie

Im Haushalt zählen Personenzahl, Wasserhärte und Anschlussgröße. Für Gewerbe und Industrie kommen Spitzendurchfluss, Betriebszeiten und die Anforderungen nachgeschalteter Technik dazu: Spülmaschinen in der Gastronomie, Dampferzeuger, Kühl- und Kesselwasser, Vorbehandlung von Umkehrosmoseanlagen oder Prozesswasser in der Getränkeherstellung. Anlagen mit DVGW-Zertifizierung bieten geprüfte Sicherheit für Trinkwasser. Für Mehrfamilienhäuser mit zentraler Warmwasserbereitung gilt: Spitzendurchfluss zuerst auslegen, dann die Kapazität.

Checkliste vor dem Kauf

  1. Wasserhärte in °dH und Anzahl der Personen beziehungsweise Wohneinheiten
  2. Anschlussgröße der Hausinstallation (¾″ oder 1″) und benötigter Spitzendurchfluss
  3. Aufstellort mit Abwasseranschluss, Stromanschluss und Platz für den Salzvorrat
  4. Hauswasserfilter vor der Anlage und Rückflussverhinderer nach DIN EN 1717
  5. Verschneideventil für die gewünschte Resthärte, Natrium im Trinkwasser höchstens 200 mg/l
  6. Wartung: jährlicher Service, Regeneriersalz nach DIN EN 973, bei Brunnenwasser vorher Eisen und Mangan entfernen
  7. Montage: selbst nach Anleitung oder als Montage-Paket durch unsere Fachpartner

Enthärtungsanlagen bei Kadotec

KadoSoft-Anlagen mit Clack- und Fleck-Steuerventil, Kinetico stromlos, als Kabinett-, Einzel- und Doppelanlage. Preise und Varianten in den Kategorien.

EinfamilienhausMehrfamilienhausWas kostet eine Anlage?

Häufige Fragen

Ab welcher Wasserhärte lohnt sich eine Enthärtungsanlage?

Ab etwa 14 °dH ist sie sinnvoll, zwischen 8,4 und 14 °dH empfehlenswert, darunter selten nötig. Entscheidend sind außerdem Warmwasserbereitung, Geräte und persönliche Ansprüche.

Kabinett oder Doppelanlage?

Kabinettanlagen reichen für Ein- und Zweifamilienhäuser. Bei Mehrfamilienhäusern, Gastronomie und Industrie sichert die Doppelanlage weiches Wasser auch während der Regeneration.

Wie viel Salz braucht eine Anlage?

Das hängt von Wasserhärte und Verbrauch ab. Mengengesteuerte Anlagen regenerieren nur nach tatsächlichem Verbrauch und sind deshalb am sparsamsten.

Ist enthärtetes Wasser Trinkwasser?

Ja. Über das Verschneideventil wird eine Resthärte eingestellt und der Natriumgrenzwert von 200 mg/l eingehalten. Anlagen mit DVGW-Zertifizierung sind dafür geprüft.

Kann ich die Anlage selbst einbauen?

Mit handwerklichem Geschick ja, die Schritte stehen im Ratgeber zur Montage. Für Mehrfamilienhäuser und Gewerbe empfehlen wir Auslegung und Montage durch den Fachbetrieb.

Unsicher, welche Anlage passt?

Nennen Sie uns Wasserhärte, Personenzahl oder Wohnungen und Anschluss. Wir legen die Anlage aus und nennen Ihnen den Preis.

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Gesetzliche Gewährleistung

Gesetzliche Gewährleistung (harmonisierte Mitteilung der EU): Für Waren, die in der Europäischen Union verkauft werden, gilt mindestens zwei Jahre gesetzliche Gewährleistung der Vertragsmäßigkeit. Sie können Ihre Rechte geltend machen, wenn die Waren nicht der Beschreibung entsprechen oder nicht bestimmungsgemäß funktionieren. Verkäufer haften für jede Vertragswidrigkeit, die bei Lieferung bestand und innerhalb der Gewährleistungsfrist erkennbar wird, und müssen eine kostenlose Nachbesserung oder Ersatzlieferung anbieten, in bestimmten Fällen eine Preisminderung oder die vollständige Erstattung des Kaufpreises. Was zu tun ist: Melden Sie dem Verkäufer das Problem so bald wie möglich und legen Sie einen Kaufnachweis vor. Weitere Informationen: europa.eu/youreurope/garantien.