Leitwertmessung & Leitfähigkeitsmessgeräte – Grundlagen & Auswahl
Die Leitwertmessung – auch Leitfähigkeitsmessung genannt – ermittelt die elektrische Leitfähigkeit von Wasser in der Einheit Mikrosiemens pro Zentimeter (µS/cm). Je mehr gelöste Ionen (Salze, Mineralien, Schadstoffe) das Wasser enthält, desto höher ist seine elektrische Leitfähigkeit – und damit der gemessene Leitwert.
Wie funktioniert ein Leitfähigkeitsmessgerät?
Ein Leitwertmessgerät verwendet zwei oder mehr Elektroden, zwischen denen ein kleiner Wechselstrom durch das Wasser fließt. Je mehr Ionen im Wasser vorhanden sind, desto größer ist der Stromfluss – und desto höher der angezeigte Leitwert. Moderne Geräte kompensieren dabei den Einfluss der Wassertemperatur (Temperaturkompensation), da höhere Temperaturen die Leitfähigkeit automatisch erhöhen.
Welches Messgerät ist das richtige für meine Anwendung?
Die Auswahl des richtigen Leitfähigkeitsmessgeräts hängt von drei Faktoren ab: dem Messbereich (µS/cm), der Montageform (Handgerät, T-Stück, Wandeinbau) und dem gewünschten Automatisierungsgrad. Für gelegentliche Schnellkontrollen genügt ein mobiles TDS-Handgerät. Für die dauerhafte Überwachung von VE-Patronen empfehlen sich Einbaugeräte mit T-Stück-Anschluss. Für industrielle Prozesse mit Schaltfunktionen ist ein stationäres Gerät mit Relaisausgang die richtige Wahl.
Was bedeutet TDS und wie hängt es mit µS/cm zusammen?
TDS steht für „Total Dissolved Solids“ – die Gesamtmenge aller gelösten Feststoffe, gemessen in ppm (parts per million). TDS und Leitfähigkeit stehen in direktem Zusammenhang: Der Umrechnungsfaktor beträgt ca. 1 ppm = 1,56 µS/cm (je nach Wasserchemie leicht abweichend). Viele Handmessgeräte messen primär TDS, sind aber gleichwertig zur µS/cm-Messung einsetzbar.
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