Schwacher Wasserdruck, sobald mehrere Zapfstellen offen sind? In den oberen Etagen kommt kaum noch Wasser an? Eine Druckerhöhungsanlage stellt einen stabilen Arbeitsdruck wieder her – entscheidend ist, sie auf Ihren Spitzendurchfluss und den tatsächlich benötigten Druck auszulegen, nicht einfach „eine stärkere Pumpe" zu kaufen.
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Zubehör · Druckerhöhung
Druckerhöhungsanlagen: konstanter Wasserdruck, wo er fehlt
Die Symptome, die Kunden uns schildern, sind fast immer dieselben: Die Dusche wird schwach, sobald jemand einen zweiten Hahn öffnet; im obersten Stockwerk tröpfelt es nur noch; die Pumpe aus Brunnen oder Zisterne hält den Druck nicht; oder ein Filter bzw. eine Osmoseanlage „frisst" den Druck. Eine Druckerhöhungsanlage löst das – aber nur, wenn sie auf den richtigen Druck und die richtige Menge ausgelegt ist.
Für obere Etagen
Pro Meter Höhe fehlen rund 0,1 bar. In Mehrgeschossern reicht der Versorgerdruck oben oft nicht für komfortables Duschen – die Druckerhöhung gleicht das aus.
Brunnen & Zisterne
Selbstansaugende Anlagen fördern aus Brunnen oder Regenwasser-Zisterne und halten den Druck für Haus und Garten konstant.
Nach Filter & Osmose
Filter- und Umkehrosmoseanlagen kosten Druck. Eine nachgeschaltete Druckerhöhung stellt den Arbeitsdruck für die Entnahmestellen wieder her.
Richtig auslegen – Druck und Menge zusammen
Eine Druckerhöhung wird über zwei Größen bestimmt: den benötigten Druck und den Spitzendurchfluss. Beim Druck zählt die geodätische Höhe (etwa 0,1 bar je Meter) plus der gewünschte Mindest-Fließdruck an der obersten Zapfstelle. Beim Durchfluss zählt, wie viele Entnahmestellen gleichzeitig laufen (Spitzendurchfluss nach DIN 1988-300) – nicht die Summe aller Hähne. Bei der Steuerung gibt es zwei Wege: Frequenzgesteuerte Anlagen (mit Frequenzumrichter) halten den Druck konstant, passen die Drehzahl dem Verbrauch an, sparen Strom und vermeiden Druckstöße und häufiges Schalten – ideal bei schwankendem Bedarf. Druckschaltergesteuerte Anlagen sind einfacher und günstiger, schalten nach Druck ein und aus und arbeiten mit einem Membrandruckbehälter, der das Takten reduziert. Für Saugbetrieb aus Brunnen oder Zisterne braucht es eine selbstansaugende Pumpe; ein Trockenlaufschutz bewahrt sie vor Schäden, wenn kein Wasser nachläuft.
Diese Angaben helfen bei der Auslegung: benötigter Druck bzw. Anzahl der Etagen/Höhe, Spitzendurchfluss bzw. Zahl gleichzeitiger Zapfstellen.
Betriebsart: Zulaufbetrieb (Druck erhöhen) oder Saugbetrieb aus Brunnen/Zisterne – und ob die Anlage einem Filter/einer Osmose nachgeschaltet ist.
Stromanschluss: 230 V oder 400 V, sowie der verfügbare Platz für Pumpe und ggf. Druckbehälter.
Unsicher bei Druck und Fördermenge?
Schildern Sie uns Einsatz, Etagenzahl und Zapfstellen – wir empfehlen die passende, richtig dimensionierte Anlage.
Nachfolgend finden Sie unsere frequenz- und druckschaltergesteuerten Druckerhöhungsanlagen sowie selbstansaugende Pumpen für Brunnen und Zisterne.
Häufige Fragen – Druckerhöhung
Woran erkenne ich, dass ich eine Druckerhöhung brauche?
Typische Anzeichen sind spürbar nachlassender Druck, sobald mehrere Zapfstellen gleichzeitig laufen, schwacher Wasserfluss in oberen Etagen, sowie zu geringer Druck nach Filter- oder Osmoseanlagen. Auch bei Versorgung aus Brunnen oder Zisterne ist eine Druckerhöhung oft nötig, um einen komfortablen, konstanten Druck zu halten.
Frequenzgesteuert oder druckschaltergesteuert – was ist besser?
Frequenzgesteuerte Anlagen halten den Druck konstant, sparen Strom und vermeiden Druckstöße sowie häufiges Ein-/Ausschalten – ideal bei schwankendem Verbrauch und für Komfort. Druckschaltergesteuerte Anlagen sind einfacher und günstiger und arbeiten mit einem Membrandruckbehälter. Für den Dauerbetrieb mit wechselndem Bedarf ist die frequenzgesteuerte Variante meist die bessere Wahl.
Kann eine Druckerhöhung aus Brunnen oder Zisterne ansaugen?
Ja – dafür braucht es eine selbstansaugende Pumpe, die das Wasser über die Saugleitung ansaugt. Zu beachten ist die maximale Saughöhe; ein Trockenlaufschutz sollte immer vorhanden sein, damit die Pumpe bei fehlendem Wasser nicht beschädigt wird.
Wie groß muss die Pumpe sein?
Maßgeblich sind der benötigte Druck (Etagenzahl/Höhe plus Mindest-Fließdruck) und der Spitzendurchfluss (gleichzeitig geöffnete Zapfstellen), nicht die reine Anschlusszahl. Eine zu klein gewählte Anlage bricht beim Druck ein, eine zu große verbraucht unnötig Energie – wir legen die Anlage anhand Ihrer Daten passgenau aus.
Brauche ich zusätzlich einen Druckbehälter?
Bei druckschaltergesteuerten Anlagen ist ein Membrandruckbehälter sinnvoll bis nötig: Er puffert kleine Entnahmen ab und verhindert, dass die Pumpe ständig taktet. Frequenzgesteuerte Anlagen halten den Druck elektronisch konstant und benötigen oft nur einen kleinen Behälter oder kommen ohne aus.
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